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Text: Sven Furuly, Foto: Sven Furuly und andere
Wohnmobil- und Caravan-Magazin, Nr. 5 Oktober

Norwegische Touristenrouten: Wo Menschen aus Ost und West sich treffen

Die Stadt Geilo hat eine lange Geschichte als attraktives Touristenziel - sowohl im Sommer als auch im Winter. Schon vor der Eröffnung der Bergenbahn im Jahr 1909 waren mehrere Hotels in Betrieb und die Familie Øen kann heute auf den Tourismus in vier Generationen zurückblicken.

Die Destination Geilo hat unter Norwegen-Touristen das ganze Jahr über ihren ganz eigenen Reiz, nicht zuletzt im Winter, wenn sich dort die Resorts mit bestens präparierten Pisten und kilometerlangen Loipen befinden, die Langlaufbegeisterte bis ins Hochgebirge führen. Als wunderschöne Kulisse liegt das Hallingskarvet im Westen. Die Siedlung war seitdem in Geilo und eine der wichtigsten Transportrouten zwischen Ostnorwegen und Vestlandeiner kam durch Uskedalen nach Geilo hinunter. Im Süden führte Nordmannsslepa von Imingen in Uvdal nach Eidfjord, während wir auf der nördlichen Route Spuren des Schlepps und über 20 Grabhügel aus der Wikingerzeit finden. Aber erst nach 1126, als Hallingdal Teil der Diözese Stavanger wurde, wurde die Route über Halne, nach Ustaoset und Geilo die wichtigste Route.

Mit der Bahn kam der Tourismus ins Dorf

Der Bahnhof Geilo wurde 1907 eröffnet, und es dauerte volle zwei Jahre, bis der erste Zug die gesamte Strecke von Kristiania nach Bergen befahren konnte. Zu dieser Zeit arbeiteten Eisenbahner und Eisenbahningenieure mehrere Jahre lang mit dem Gleisbau auf der Westseite der Hardangervidda, und das Geilo Hotell wurde bereits 1890 gegründet, um den Menschen, die zwischen Ost und West unterwegs waren, eine Unterkunft zu bieten. Der renommierte Pneumologe Ingebret Christian Lund Holm gründete 1909 den Kurort Dr. Holms für wohlhabende Bürger aus Kristiania und Bergen, die eine Rehabilitation von Lungen- und Atemwegserkrankungen benötigen, in der sauberen und gesunden Luft auf dem Gelände. Direkt an der Bahnlinie, auf Magnhildøen, ein paar Kilometer östlich des Bahnhofs Geilo, hatten Ingeborg und Ola Øen ein neues Haus eingerichtet und sahen schnell Möglichkeiten, Zimmer zu vermieten, als Städter aus Ost und West nach Geilo reisten, um ein gesundes Leben zu haben Urlaub.

Von der Zimmervermietung zum Touristenzentrum

Die Verhältnisse waren klein, und um Platz für die Touristen zu schaffen, zog das Paar aus dem Haus aus, als das Bürgertum in den Weihnachts-, Winter- und Osterferien nach Geilo kam. Nach einigen Betriebsjahren wurde Dr. Holms in ein Hotel umgewandelt, gleichzeitig etablierten sich auch altehrwürdige Häuser wie das Ustedalen Hotell und das Øyo Hotell. Später baute die Familie Øen ein weiteres Haus sowie einige einfache Hütten in der schönen Gegend, die zwischen der Eisenbahn und dem Fluss lag, östlich der Häusergruppen, die damals das Handelszentrum des Ortes bildeten. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass die Lage etwas außerhalb des Zentrums liegt, aber das war nicht der Fall. Die Messerfabrik Brusletto sowie die Werkzeugfabriken Øye und Geilo befanden sich in derselben Gegend und der Verkehr von Handelsreisenden war groß. Es dauerte nicht viele Jahre, bis "Øen" zu einem beliebten Aufenthaltsort wurde.

Die Zelttouristen kommen

Auch die ersten Campingtouristen kamen mit dem Auto in die Gemeinde Hol. Der Highway 7 den Hallingdalen hinauf änderte seinen Charakter zwischen 1920 und 1930 von Karrenstraße zu Straße Zeltplätze wurden gebaut. Auf der "Insel" - mit der ebenen und idyllischen Gegend entlang des Flusses - wurde ein Zeltplatz eingerichtet, und dieser Bereich ist noch immer den Touristen vorbehalten, die mit dem Fahrrad, Motorrad oder Auto anreisen und in Zelten übernachten. Doch erst nach dem Krieg, insbesondere in den fünfziger Jahren, nahm der Tourismus Fahrt auf. Die Bahn war noch immer ein weit verbreitetes Verkehrsmittel, aber sowohl junge Radfahrer als auch Autotouristen wurden immer häufiger. Mit Gastgebern der zweiten Generation änderte der Ort seinen Namen in Øen Camping.

Wohnwagen und Sanitärgebäude

Als 1960 der Verkauf von Privatwagen kostenlos wurde, begann eine Ära, in der der Autourlaub in Norwegen zu einer äußerst beliebten Urlaubsform wurde. Gleichzeitig stieg das Interesse an Wohnwagen und der Begriff "Campingplätze" tauchte vollständig in der norwegischen Sprache auf. Noch machten die Zelte den Großteil aus, aber auch gute Stellplätze für Wohnwagen wurden für die Besucher wichtig. Heute gibt es 70 Stellplätze für Wohnwagen und Wohnmobile, wobei sowohl Strommasten als auch WLAN zu einem selbstverständlichen Angebot für Besucher geworden sind. Die Stellplätze sind in mehrere kleinere Bereiche unterteilt, sodass Sie sich nie wie auf einem großen Campingplatz fühlen. Das Sanitärgebäude selbst ist aus den 1970er Jahren, hat aber einen einigermaßen guten Standard und ist von Sauna bis Waschmaschine mit allem ausgestattet.

Das alte Haus lebt noch

Zwischen den verschiedenen Plätzen gibt es Hüttengruppen in drei unterschiedlichen Größen. Die größten sind 40 m2 groß und eignen sich gut für eine ganze Familie über einen längeren Zeitraum. Das ursprüngliche Haus aus der Zeit um 1905 steht noch heute auf dem Gelände und zeugt von mehr als 110 Betriebsjahren als Bleibe. Dieses wurde nun innen restauriert und auch das "Gommohuset", wie es genannt wird, gehört zu den Miethäusern. Es bietet Platz für 10-11 Personen unter einem Dach, während das wesentlich größere und neuere "Oma's House" Platz für 22 Personen, ein Esszimmer mit langer Tafel für ebenso viele und ein Wohnzimmer mit mehreren Sitzgelegenheiten bietet. Ein perfekter Rahmen für eine Gruppe, ein Sportteam oder eine Veranstaltung, bei der mehrere Generationen zusammenkommen. Darüber hinaus verfügt das Tourismuszentrum Øen über eine große Anzahl hochmoderner Apartments in verschiedenen Größen und insgesamt über 220 Betten.

Pulsierendes Leben

Heute führen Ole Anders und Beata die stolzen Traditionen fort. Sie sind nicht nur stolz auf das Familienunternehmen, sondern auch begeistert von allem, was Geilo als Reiseziel zu bieten hat. Innerhalb der Anlage finden wir einen tollen Swimmingpool im Fluss und es gibt zwei tolle Spielbereiche für Kinder, mit allem von Trampolin bis Minigolf. Im modernen und schön eingerichteten Empfangsgebäude gibt es im Sommer einen kompletten Food-Service und eine schöne Bar mit allen Rechten, in der sich die Gäste treffen können. Vor der Tür hält im Winter der Skibus und bringt Sie in die schönen Skigebiete in Geilo. Der Name Øen Turistsenter wurde zu ihrer Zeit von den Eltern von Ole Anders, Gunn Karin und Svein Inge Øen, gegründet und unter ihrer Führung wurde um das Jahr 2000 auch Geilo Vandrerhjem Teil der Einrichtung. Geilo eignet sich für Besuche das ganze Jahr über, egal ob Sie entscheiden sich für einen Wohnwagen, Wohnmobil oder eine der Unterkunftsmöglichkeiten der Familie. Den Gastgebern ist es ein großes Anliegen, Geilo als Destination zu präsentieren, auch die Kundenbetreuung steht im Fokus. Das Ergebnis ist, dass viele, die nur eine schnelle Übernachtung geplant hatten, sowohl zwei als auch drei Tage an diesem schönen Ort landen!

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